Grippe



Grippe

Die Weltgesundheitsorganisation beobachtet die Wanderung der Influenzaviren weltweit. Geimpfte sind weitgehend geschützt. Erkranken sie doch, ist der Verlauf milder. Im Falle einer Infektion helfen moderne Arzneimittel.

Zum Hintergrund

Die „echte“ Grippe wird durch eine Infektion mit Influenzaviren ausgelöst. Weil unser Immunsystem unbekannte Erreger zunächst nicht so effektiv bekämpfen kann, wie bekannte, bereiten wir durch die Impfung mit Virusbruchstücken das Immunsystem auf eine Infektion vor. Dabei bildet es spezifische Immunzellen und Antikörper gegen die Impfviren. Diese sogenannte Immunisierung ist nach etwa 4 bis 6 Wochen abgeschlossen. Infiziert sich der Geimpfte nun mit einem Virus dessen Bruchstücke im Impfstoff enthalten waren, erkrankt er nur leicht oder gar nicht. Aber Grippevirus ist nicht gleich Grippevirus. Es gibt verschiedene Virustypen und -stämme, die sich in ihren Oberflächeneigenschaften unterscheiden. Hinzu kommt, dass die Viren ihre Eigenschaften durch „Fehler“ bei der Vermehrung ständig verändern. Die vorbereiteten Immunzellen und Antikörper passen also nur zu einer Auswahl von Viren. Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen:

Der Grippeimpfstoff besteht aus Bruchstücken von gezüchteten Grippeviren. Er kann folglich keine Grippe hervorrufen. Er schützt nicht gegen andere Infektionen, wie die landläufige Erkältung.

Natürlich stellt sich die Frage, welche Virusstämme uns bevorstehen. Ein Überwachungssystem der WHO beobachtet die Wanderungsbewegung der verschiedenen Stämme weltweit und gibt Empfehlungen zur Impfstoffzusammensetzung für die nächste Saison. Über 100 Überwachungsstationen sind in dieses System eingebunden, davon 2 in Deutschland. Für jede Saison wird diesen Empfehlungen entsprechend ein neuer Impfstoff erstellt. Deswegen kann es auch Vorräte immer nur für eine Saison geben. Lassen sie sich also zukünftig lieber im Oktober oder November impfen, so haben sie zwei Vorteile: Es ist auf jeden Fall Impfstoff verfügbar und der Impfschutz setzt bereits zu Beginn der “Grippesaison” ein.
Haben sie schon von der Vogelgrippe gehört? Es gibt in Asien seit ein paar Jahren einen gefährlichen Virusstamm, der ursprünglich von Vögeln kommt, aber auch Säugetiere und Menschen befallen kann. Die Infektion verläuft in vielen Fällen tödlich. Bisher ist der Virus zwar von Tier zu Tier und von Tier zu Mensch, nicht aber von Mensch zu Mensch übertragbar. Deshalb kann er unter Menschen keine Epidemie hervorrufen. Leider können Grippeviren, die denselben Organismus infiziert haben, Erbmaterial austauschen. So könnte theoretisch ein neuer Virus entstehen, der gefährlich ist wie der Vogelgrippevirus und von Mensch zu Mensch übertragbar wie ein bekannter Grippevirus. Deshalb wird die Lage in Asien zur Zeit besonders gut überwacht.
Übrigens: Für Erkrankte gibt es eine neue Arzneistoffgruppe, genannt Neuraminidasehemmstoffe. Sie verhindern die Freisetzung bestimmter Grippeviren aus infizierten Zellen. Eine rechtzeitige Therapie kann daher die Erkrankungszeit verkürzen. Das Risiko, eine bakterielle Folgeinfektion zu bekommen, wird gesenkt. Treten sie doch einfach mit uns in Kontakt, falls sie mehr über dieses Thema bzw. diese Arzneistoffgruppe wissen möchten. Mehr Informationen finden sie auch unter .

Dr. Klaus Wallis

News

Staub als Asthma-Schutz
Staub als Asthma-Schutz

Auf den Inhalt kommt es an!

Kinder mit Kontakt zu Tieren entwickeln seltener Allergien und Asthma – das ist bekannt. Um von diesem Effekt zu profitieren, müssen sich fürsorgliche Eltern aber keine Kuh ins Haus holen, bäuerlicher Staub im Wohnzimmer reicht für den Schutz schon aus.   mehr

Mit Haustier in den Urlaub reisen
Mit Haustier in den Urlaub reisen

Vorab über Einreisehürden informieren

Das Reisen innerhalb der EU gestaltet sich mittlerweile weitgehend problemlos. So einige Hürden gibt es allerdings für Haustiere. Tierhalter sollten sich daher vorab gut über die Einreisebestimmungen informieren.   mehr

Wechseljahresbeschwerden lindern
Wechseljahresbeschwerden lindern

Hormonersatzpräparate: Pro und Contra

Hitzewallungen, trockene Schleimhäute, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen – das ist nur eine kleine Anzahl an Symptomen, unter denen Frauen in den Wechseljahren leiden. Doch obwohl eine Hormonersatztherapie schnelle Abhilfe schafft, geht die Zahl der Frauen, die Hormonpräparate einnehmen, kontinuierlich zurück.   mehr

Flugreise trotz Herzerkrankung
Flugreise trotz Herzerkrankung

Was müssen Betroffene beachten?

Flugreisen können das Herz-Kreislauf-System belasten. Viele Herzpatienten besitzen dennoch eine  Flugreisetauglichkeit. Was Herzpatienten vor der Buchung einer Flugreise beachten sollten.   mehr

Kleine Hoden, hoher Alkoholkonsum
Kleine Hoden, hoher Alkoholkonsum

Ursache oder Wirkung?

Leberschäden, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Nervenkrankheiten – dem Alkohol lassen sich eine ganz Menge übler Folgeschäden zuschreiben. Ob auch die Hoden von Heranwachsenden unter Alkoholgenuss leiden, haben jetzt italienische Urologen untersucht.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im Juni

Kortison-Nasenspray sicher anwenden

Kortison-Nasenspray sicher anwenden

Keine Angst vor Nebenwirkungen!

Bei Heuschnupfen und allergischer Rhinitis verschaffen Kortison-Nasensprays Kindern und Erwachsenen ... Zum Ratgeber

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Einhorn-Apotheke
Inhaber Dr. Klaus Wallis
Telefon 05834/52 25
Fax 05834/52 26
E-Mail info@apotheke-knesebeck.de