Gentechnologisch



Gentechnologisch hergestellte Arzneimittel

Jedes Lebewesen besitzt einen Bauplan. Dieser Bauplan liegt in Form eines langen Moleküls (der DNA) im Zellkern. Er wird vor einer Zellteilung verdoppelt, damit jede Tochterzelle eine gleiche Kopie des Originals erhält. Soll der Bauplan umgesetzt werden, beispielsweise zur Herstellung eines Eiweißstoffes (Proteins), wird zunächst der gewünschte Abschnitt (das Gen) abgelesen. Anschließend kann die Synthese des Proteins beginnen, der Plan wird umgesetzt.

Die Sprache (der Code), in dem die Baupläne des Lebens geschrieben sind, ist universell. Das kleinste Bakterium benutzt die gleichen “Buchstaben und Wörter” wie Pflanzen, Fische, Vögel, Säugetiere und wie der Mensch. Dies ist die wichtigste Voraussetzung für eine Methode, die wir Gentechnologie nennen.

Der Gentechnologe schneidet Stücke (Gene) aus der DNA heraus und setzt diese Stücke in die DNA eines anderen Organismus ein. Es ensteht eine neue Kombination aus genetischem Material. Dieses “künstliche” (rekombinante) Erbmaterial wird anschließend in der Zielzelle ganz normal abgelesen, umgesetz und vererbt. Die Zielzelle produziert neben ihren eigenen Proteinen, das Protein, dessen Gen sie erhalten hat. Darüberhinaus vermehrt sie das erhaltene Gen, indem sie sich fortlaufend teilt. Der Gentechnologe kann so beispielsweise ein menschliches Gen in das Erbmaterial eines Bakteriums einführen. Dieses Bakterium produziert dann das menschliche Protein, z. B. Insulin in großen Tanks, den Fermentern. Er kann auch Gene gezielt abwandeln und durch Bakterien entsprechend abgewandelte Proteine produzieren lassen, z.B. ein Insulin mit sehr schnellem Wirkeintritt und eines mit lang anhaltender Wirkung. Nach diesem Prinzip werden heute in großem Umfang Medikamente hergestellt.

In Deutschland sind derzeit rund 60 gentechnisch hergestellte Wirkstoffe zugelassen. Darüberhinaus stehen gentechnisch hergestellte Impfstoffe , z. B. gegen Hepatitis B und Keuchhusten zur Verfügung. Das erste von Bakterien produzierte Medikament war menschliches Insulin zur Behandlung der Zuckerkrankheit. Dieses Humaninsulin kam zu Beginn der 80er Jahre auf den Markt. Bis dahin hatten Diabetiker Insulin von Rind oder Schwein erhalten. Dem Humaninsulin folgten das Wachstumshormon gegen erblich bedingten Zwergwuchs, Erythropoetin, ein Hormon des blutbildenen Systems, leider bekannt geworden als Dopingmittel, Beta-Interferon zur Therapie der Multiplen Sklerose oder sogenannte Plasminogen-Aktivatoren, mit denen Blutgerinnsel bei Herzinfarktpatienten wieder aufgelöst werden können.

Selbstverständlich lassen sich nicht nur arzneilich wirksame Stoffe gentechnisch herstellen. Auch die Eiweißstoffe im Organismus, auf die die Arzneistoffe wirken sollen (Targets), lassen sich gentechnisch herstellen. In der Folge können neue “maßgeschneiderte” Arzneistoffe entwickelt werden.

Die Methoden der Gentechnologie sind für die moderne Arzneimittelentwicklung und -produktion unverzichtbar geworden.


Schauen sie wieder `mal rein, “virtuell” oder “physikalisch”!
Ihre Einhorn Apotheke in Knesebeck
Dr. Klaus Wallis

News

Reiseimpfung für kleine Kinder
Reiseimpfung für kleine Kinder

Fernreise geplant?

Ob Gelbfieber oder Hepatitis, bei Fernreisen ist ein guter Impfschutz das A und O. Das gilt natürlich auch für Kleinkinder. Aktuelle Empfehlungen für Kinder unter 5 Jahren hat kürzlich das Robert Koch-Institut herausgegeben.   mehr

Erste Hilfe bei Babyschnupfen
Erste Hilfe bei Babyschnupfen

Durchatmen erleichtern

Meist kommt er im zweiten Lebenshalbjahr: der erste Babyschnupfen. Für den Säugling ist eine verstopfte Nase dabei eine echte Herausforderung. Die Atmung ist erschwert, Trinken und Schlafen sind kaum noch möglich.   mehr

Medikamente vor Hitze bewahren
Medikamente vor Hitze bewahren

Im Zweifelsfall Apotheker fragen

Hitze verändert die Wirkung einiger Medikamente. Damit noch nicht abgelaufene Medikamente auch im Sommer verwendet werden können, ist die richtige Lagerung wichtig.    mehr

Pflanzliche Mittel für besseren Schlaf
Pflanzliche Mittel für besseren Schlaf

Was wirklich hilft

Nachts wachliegen, tagsüber im Halbschlaf dämmern – bei Schlaflosigkeit leidet die Lebensqualität oft erheblich. Abhilfe versprechen neben synthetischen Schlafmitteln, wie zum Beispiel den sogenannten Z-Substanzen, auch viele pflanzliche Produkte. Doch wirken diese auch?   mehr

Riechtraining für Covid-19-Nasen
Riechtraining für Covid-19-Nasen

Rose, Zitrone, (Gewürz)nelke

Covid-19 attackiert nicht nur die Lunge, sondern auch die Nase. Viele Patient*innen können noch Monate nach der Erkrankung nicht richtig riechen. Doch mit dem geeigneten Training erholt sich das Riechorgan meist wieder vollständig.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im Juni

Das 1x1 für schöne Fußnägel

Das 1x1 für schöne Fußnägel

Pflege, Psoriasis und Pilze im Griff

Sommerzeit ist Sandalenzeit. Ob in Gesundheitstretern, schicken Flipflops oder eleganten offenen Pum ... Zum Ratgeber

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Einhorn-Apotheke
Inhaber Dr. Klaus Wallis
Telefon 05834/52 25
Fax 05834/52 26
E-Mail info@apotheke-knesebeck.de